„Bis zuletzt lachen“ – Projektwoche des Hospiz- und Palliativvereins Landsberg am Lech

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Mitte Oktober 2019 konnte ich mich als Floristin für Trauerbinderei an einem schönen Projekt in der Landsberger Säulenhalle beteiligen. Der Hospiz- und Palliativverein Landsberg hat mit Catherine Koletzko als Kuratorin eine Woche voller Beiträge zum Thema Tod und Trauer konzipiert, die man zurecht als ‚bunt‘ bezeichnen kann: Kabarett, Impro-Theater, Workshops zum Mitmachen, Musik, Malerei und Grafik, Handwerk, Informationsveranstaltungen und Diskussionen mit Experten.

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Am Welthospiztag, dem 12.10.2019 wurde die Woche von Axel Flörke, Kulturreferent von Landsberg, eröffnet.

Mit einem Abschiedsritual durfte ich den allerersten Schritt in dieser Ausstellung tun. Trine Pesch spielte Hang dazu; wunderbare Klänge für eine feierliche Abschiedsfeier, auch wenn sie nur imaginär war: meine eigene Trauerfeier.

Am Freitag, dem Workshop-Tag der handwerklichen Ausstellenden, konnten sich meine Besucher am Binden einer Girlande beteiligen. Gemeinsam entstand ein Werkstück, das man als Sargschmuck oder Grabschmuck verwenden konnte.

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…und Raumschmuck, ganz grafisch. Im Hintergrund ein Gemälde von Gitte Berner-Lietzau.

Morgen Vernissage

Am Samstag, den 22.07.2017, beginnt die Ausstellungszeit von SüdpArt 2. Die Eröffnungsveranstaltung beginnt um 14:00 Uhr. Treffpunkt: Parkplatz an der Inninger Straße. Die Künstler sind anwesend. Herzlich willkommen!

Die SZ schreibt über das Projekt: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/kunst-mobile-der-poesie-1.3596813

Im Sendlinger Anzeiger liest man dies: https://www.wochenanzeiger-muenchen.de/sendling/aus-totholz-werde-kunst,93598.html

Außerdem hat die HalloMünchen bereits über SüdpArt 2 berichtet. Im Bild ist meine Schale ‚Das Gute von oben‘ zu sehen.

Hallo München

Dazu noch eine Anekdote. Bereits vor der Eröffnung ist mein Objekt mehrmals beschädigt worden. Beim ersten Mal fand ich die Schale mit einem Trittloch und in sich verschoben vor. Ich war enttäuscht über den Mutwillen fremder Parkbesucher. Während ich an meinem zweiten Objekt ‚Lebendiger Kranz‘ arbeitete, lief eine Dame mit ihren Hunden vorüber. Sie blieb stehen, und wir sprachen ein paar Worte über die Ausstellung, bis sie mir gestand, dass sie sich in das Nest dort drüben (meine Schale!) schon hineingelegt habe. Sie wollte sich einmal wie ein Vogel fühlen. Die Hunde habe sie allerdings nicht dazu bewegen können. – Hm? Was?! Also, Mutwillen kann man das Verhalten der Dame nicht nennen. Mit ihrer Erklärung ging es mir aber auch nicht besser.

SüdpArt 2

Ich freue mich, im zweiten Jahr von SüdpArt als Künstlerin beteiligt zu sein.

Der Südpark ist ein Münchner Stadtwald, der unter Sturm und Schädlingen sehr gelitten hat.
In einem zentralen Parkareal gibt es deshalb, initiiert und kuratiert von der Künstlerin Lore Galitz, einen 2. Sommer mit SüdpART-Installationen. 13 Künstler (Susanne Sommer, Angela Dorscht, Penelope Richardson, Gertrud Fassnacht, Niko Jahn, Emmy Horstkamp, Anne Fischer, Verena Friedrich, Gabriele Frosch, Frank Fischer, Nia Leitl, Martin Kortes und Lore Galitz) schaffen im Wald aus dem Wald und für den Wald Objekte zum Begehen und Erleben.
Dieses Natur-Prozesskunst-Projekt macht Geschehen und Entwicklungen in Zeit und Raum wahrnehmbar. Für die Besucher verbindet es auf wunderbare Weise Natur- und Kunst-Genuss.
Gehalten wird das Projekt von Rahmen-Performances, die den Prozess starten, steigern und beenden. SüdpART wird gefördert vom Bezirksausschuss 7.

Gestern haben wir das Kunstprojekt mit gemeinsamem Ritual und einem Rundgang durch das Areal begonnen.

Ab sofort befinden wir uns in der Bauphase – bis zum Samstag, den 22. Juli um 14 Uhr. Dann präsentieren alle Künstler ihre Arbeiten.

Eines meiner Objekte, „Das Gute von oben“, habe ich gestern begonnen.

 

 

Rund und rund und rund

Kleine Kränze aus den letzten Wochen, gebunden, gefädelt und gewunden. 

Anschauungswerkstück für den vhs-Kurs

Als Unterlage dient ein Drahtreifen

Die gelben Knospen dieser Fädelung trocknen wunderbar ein. Sie sind bei einer ähnlichen Sarggirlande übrig geblieben.

Dieser Kranz ist aus blühender Weide gebunden, deren Zweigspitzen ich von einem gefällten Baum geschnitten habe. Eingebundene Schlangenbart-Gräser unterstützen die Kreisbewegung.

Die frischen Jasminranken musste ich entblättern, sie hätten nicht gehalten. Stattdessen habe ich die abgezupften Blättchen in der Mitte des Kranzes schwimmen lassen.

Unser Osternest aus Waldrebe und trockenen Gräsern

Noch einmal Jungunternehmerin

Unser Umzug ins Umland vor einem Jahr hat meine Werkstatt noch einmal zu einer Art ‚Start Up‘ gemacht – zumindest in den Augen der Wirtschaftsförderung im Landkreis Fürstenfeldbruck. Da ich mich gerade auf Blumenschmuck mit Trauernden spezialisiere, habe ich die Einladung zur Messe der Jungunternehmer gerne angenommen.

Am letzten Aprilwochende habe ich im Landratsamt Fürstenfeldbruck einen Stand. Ich freue mich über Besuch 🙂

Jungunternehmer Plakat

Kurse

Kurse gebe ich dieses Jahr übrigens auch, und zwar hier:

Bei den Verwaisten Eltern München e.V.:

Bei der VHS Germering:

Ranunkel 'Klooni'

Zapfenschau

Im vergangenen Herbst habe ich einiges aus Zapfen gemacht, kleine Schaustücke für einen Kurs.

Ein Kreuz aus Lärchenzapfen für Allerheiligen, gewickelt…

Einen unvollendeten Kranz aus Bergkiefernzapfen, gebunden…

Einen, nun ja, wenn nicht vollendeten, aber fertigen Kranz aus Fichtenzapfen, angedrahtet und gesteckt…

Eine bereits gezeigte Halbkugel aus demselben Material, ebenfalls gedrahtet und gesteckt…

Und eine kleine, zeitaufwändige Schale aus Kiefernzapfen und Islandmoos, mit Wickeldraht gewebt…

Achtung Solidago

Für diesen Kranz habe ich die Samenstände von Goldruten (Solidago) verwendet. Die habe ich im benachbarten Wald geschnitten – und damit womöglich sogar etwas Gutes getan.

Solidago canadensis und Solidago gigantea gehören bei uns zu den invasiven Arten: Das sind Pflanzen und Tierarten, die eines Tages in fremdes Gebiet eingeschleppt worden sind und sich dort ungehindert verbreiten. Weil natürliche Feinde fehlen, haben sie einen großen Standortvorteil. Einheimische Arten werden zurückgedrängt.

Beim Kranzbinden, das ich für ein kleines Fotoshooting brauchte, habe ich die winzigen Samen immer wieder mit Haarspray fixiert. Der fertige Kranz ist nie zum Einsatz gekommen, außer für das Foto. Gut in Folie verpackt ist er in den Restmüll gewandert. Wieviele Samen es trotzdem von der Werkbank hinaus in den Garten geschafft haben, werde ich im Sommer sehen.